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Ist Kampfsport gefährlich fürs Gehirn?


Seit Samstag erreichen mich unzählige Emails von Menschen, die mir verdeutlichen wollen, dass der Kampf“sport“ MMA (Mixed Martial Arts) auf keinen Fall verboten werden dürfte.

 

Nun gebe ich zu, ich habe vor einiger Zeit einen Artikel im Spiegel gelesen, der mich ausgesprochen kritisch stimmt, was diese Art des gegenseitigen aufeinander Einprügelns angeht. Allerdings hatte ich meine geistige Notiz sich mit diesem Thema mal zu beschäftigen, inwieweit es für Hamburg relevant ist, schon längst wieder vergessen.

 

Dankenswerter Weise haben mich nun diese vielen fleißigen Email-Schreiben wieder zu Recht an dieses Thema erinnert.

 

Um es ganz deutlich zu sagen, es ist das gute Recht von Bürgern, sich mit Schreiben und Mails an ihre Abgeordneten zu wenden. Ich nehme so etwas auch sehr ernst. Es kann aber passieren, dass man ab einer bestimmten Anzahl von Mail dann doch irgendwann etwas „genervt“ reagiert. Aktuell liegen mir 82 Mails von Befürwortern dieser Kampfesart vor. Die Anzahl steigt sozusagen stündlich.

 

Nun wäre schön, wenn man mir in 82 verschiedenen Versionen die Wichtigkeit dieser „Sportart“ erläutert hätte. Tatsächlich handelt es sich 82 mal um den gleichen Text, was mich ein bisschen in dem Gedanken bestärkt, dass es sich vielleicht doch nur um „politischen Spam“ handeln könnte. Die andere Interpretationsvariante wäre, dass MMA vielleicht doch gefährlich für das Gehirn sein könnte, wenn man nicht mehr on der Lage ist, als Betreiber dieser „Kampfkunst“, einen eigenen Text zu entwerfen.

Nun, diese Fragestellung überlasse ich jedem Einzelnen selbst zu beantworten.

Allerdings bin ich den vielen Emailversendern dankbar für Ihren Hinweis. Ich werde jetzt noch einmal intensiv recherchieren, ob dieses „Gewaltspektakel“ wirklich in Deutschland notwendig ist. Ein gesetzliches Verbot finde ich ausgesprochen sinnvoll!

Kann man Blankenese stigmatisieren?


Am Wochenende findet sich im Hamburger Abendblatt ein Zitat von mir, bei dem mich ein Journalist bat die aktuellen Umfrageergebnisse zu kommentieren. Auf seine Frage, ob ich dies für eine Auswirkung der Einführung der Primarschule hielte, habe ich dies verneint, und darauf hingewiesen, dass ich die lautstarke Kritik an der Primarschule eher für die „Blankeneser Sicht“ der Dinge halte,

Zugeben ist diese Formulierung provokant, entspringt aber auch einer Vielzahl von Diskussionen, die ich mit vielen Bürgern in den vergangenen Wochen geführt habe.

 

Entgegen der „veröffentlichten Meinung“, habe ich ausgesprochen viel Zuspruch wahrgenommen für die geplante Einführung der Primarschule. Dort wo massiv Kritik geäußert wurde, betraf dies eher eine grundsätzliche Verweigerung des Reformbedarfes unseres Schulsystems.

Nun gebe ich zu, dass der Versuch dies regional zu zuordnen ein wenig polemisch ist. Müsste ich doch nach der „Flut“ von vollkommen „unabgesprochenen“ Mails, doch jetzt fairerweise, den einen oder anderen Stadtteil im Hamburger Norden ebenso nennen.

 

Eins wollte ich aber ganz bestimmt nicht, Blankenese als Stadtteil „stigmatisieren“, der keinerlei soziale Probleme hat.

Der mir gegenüber gelegentlich geäußert Beleg dafür, der Osdorfer Born sei ja auch ein Teil von Blankenese, ist dann aber wohl doch ein bisschen übertrieben.

 


Noch ein kleiner Nachtrag:

Nun habe ich oben schon angedeutet, dass mir die kleine “Flut” von Mails an mich, etwas eigenartig vorkam.

Nun kann die Funktion “Weiterleitung” in einer Mail schon mal sehr “entlarvend” sein. Offensichtlich gibt es eine Rundmail mit der Ansage: “

Bitte, machen auch Sie dem Politiker klar, dass es hier nicht um einen “Blankeneser” Protest geht.”

Nun habe ich inzwischen soviele Mails aus Blankenese erhalten, dass ich tief beeindruckt bin, wieviele Menschen aus Blankenese eigentlich in ihrem Herzen ganz woanders herkommen.

Selbst ist der Mann bzw. der Abgeordnete

Eine denkwürdige Begegnung am letzten Dienstag lies mich erschreckt feststellen, für welche Art „entfernte, lebensfremde Wesen“ einige Menschen uns Politiker halten:

Am frühen Nachmittag Tages packte mich mein Putzfimmel (der sich zuvor reichlich lange in Zurückhaltung geübt hatte) und ich stellte fest – nicht bevor mir meine Nachbarin einige Zeit zuvor das vielsagende Angebot unterbreitet hatte, sie kenne da einen preisgünstigen Fensterreinigungsservice – dass mein Schaufenster doch reichlich lange keinen „Scheibenklar“ mehr gesehen hatte. Wenige Minuten später war die Leiter aus dem Keller geholt und ich genoss draußen das schöne Wetter, während ich für einen „klaren Durchblick“ in – oder vielmehr aus – meinem Büro sorgte. Unterdessen kam der Besitzer eines Autos wieder, das auf dem Parkstreifen vor der „Politikschmiede“ abgestellt war. Der Mann bereits halb aus der doch recht kompakten Parklücke ausgeparkt , als er plötzlich zurücksetzte, das Auto erneut  abstellte und ausstieg. Es folgte ein verdutzter Blick auf mich, gefolgt von einer Betrachtung meines im Schaufenster hängenden Wahlplakates..

„Sagen Sie, sind Sie das da auf dem Bild? Sie sind der Abgeordnete?“ Jetzt war ich etwas perplex: „Äh, ja.“ „Und Sie putzen selbst Ihre Scheiben?“ Abermals folgte ein „Äh, ja.“

Nun zeigte sich auf dem Gesicht des Mannes ein Ausdruck, der förmlich „unfassbar“ in die Welt hinausschrie. „Das gibt’s ja nicht! Sie wähl ich!“ war dann der Satz, mit dem mich der Mann verabschiedete und in sein Auto stieg, um die zwei Minuten zurückliegende Ausparkübung zu wiederholen.

 

Ich weiß nicht, ob es so undenkbar ist, dass Politiker ihre Scheiben selber putzen. Ich finde es ganz normal!

Die alte Dame Post…sie hat nichts dazugelernt!

Wir alle ärgern uns häufig über die Deutsche Bundespost.  Auch ich kann mich jetzt in den Reigen der besonders “Postgeschädigten” einreihen.

Letzte Woche erwartete ich eine dringende Briefsendung. Ich kam nach Hause und fand die berühmte blaue Karte vor, die mich informierte, dass leider meine Briefsendung zu groß für meinen Briefkasten sei, und ich mich bitteschön am nächsten Morgen im Postamt einfinden möchte, damit ich da diese “unbootmäßige” Briefsendung in Empfang nehmen könnte. Nun will ich mich gar nicht darüber aufregend, dass meine Briefträgerin es nicht für machbar gehalten hatte, diese Briefsendung vielleicht bei einem Nachbarn abzugeben, was aber dann passierte, war schon eine “dicke” Überraschung.

Am nächsten Morgen stand ich früh im Postamt und reihte mich in die endlosen Schlangen derer ein, die offenbar gerne mal ein “Pläuschchen” mit Schalterbeamten führen. Anders kann es nicht sein, dass man teilweise nach 20 Minuten immer noch die selben Leute an dem selben Schalten stehen sieht. Dann, endlich dran mit meinem Teil der morgendlichen Konversation, wurde mir schnell mitgeteilt, dass meine Briefsendung leider nicht auffindbar sei. Man würde sich gerne meine Telefonnummer aufschreiben, und mich dann schnellstens informieren, wo denn mein Brief sei.  Es folgten dann einige Tage und meine ständige Rufbereitschaft wurde leider nicht belohnt. Ich stelle mich also wieder in den Debattierclub und war schon nach 15 Minuten an der Reihe, bei einer netten Dame, die mir, nach einem kurzen Suchvorgang, sagte, die Sendung wäre leider nicht da (was für eine Überraschung). Auf meine Entgegnung, dass könne doch langsam nicht mehr angehen ( ich gebe zu, ich bin immer noch der wahnwitzigen Vorstellung unterlegen, dass es sich bei der Post um ein Dienstleistungsunternehmen handelt) und ich würde gerne mal den Dienststellenleiter sprechen, wurde mir flugs entgegen gehalten: Das wäre jetzt um 13.00 Uhr leider zu spät, der sei schon weg. Meine Erwiderung, dass es so nun wirklich nicht ginge (ich muss zur meiner Entschuldigung anführen, dass ich schon immer ein wenig zur Naivität neigte), wurde seitens der netten Dame nachgelegt: Sie sei dafür gar nicht zuständig, da sie die Postbank sei. Nun habe ich mir eine Bank immer anders vorgestellt, dass gehört hier aber nicht hin. Im weiteren hat sie mir dann aber die Innovation schlechthin ans Herz gelegt. Im Vorraum der Filiale, befände sich ein Servicetelefon, dass könne ich ja benutzen. Nun ist es schwierig von einem Telefon eine Briefsendung ausgehändigt zu bekommen. Doch die Dame am Ende der Leitung versprach sich um dass Problem zu kümmern. Vielleicht sollte ich mir künftig gleich die Nummer geben lassen. Dann spare ich mir die Schlangen im “Post-Kaffee-Kränzchen”.

Meinen Brief habe ich übrigens immer noch nicht!

Das es auch anders geht, konnte ich kurz vor Weihnachten erleben. Wie immer hatte ich meine Weihnachtskarten zu spät geordert ( Weihnachten kommt aber auch jedes Jahr so überraschend). Damit ich noch vor dem 24. Dezember über diese Form der vorweihnachtlichen Kommunikation verfügen könnte, verlangte der Drucker eine Nachnahmesendung. Schweren Herzen stimmte ich, mangels ernsthafter Alternativen, zu. Natürlich kam es, wie es kommen musste: Der Fahrer von UPS war kurz vor mir im Büro und schon wieder weg.

Zerknirscht sah ich mich schon die Weihnachtsgrüße mit einer Entschuldigung versehen, warum sie dieses Jahr erst Ostern kommen würde, als Abends um 18.00 Uhr plötzlich ein junger Mann in meiner Bürotür stand und mir meine weihnachtlichen Kartenmotive aushändigte. Das wirklich überraschende war seine Begründung für diesen späten Besuch: Er wäre gerade vorbei gekommen und hätte noch Licht gesehen, da hätte er es noch mal probieren wollen. Ich gebe zu, ich war einen kurzen Moment sprachlos (das passiert mir eher selten). Es geht also doch…..vielleicht gibt es noch Hoffnung für die Servicewüste Deutschland.

Kandidatenwatch

Heute erreicht mich eine Mail einer Bürgerin, die ich schon einer besonderen Erwähnung für notwendig halte.

Diese Frau E. hat mir auf dem o.e. Internetportal eine Frage gestellt. Nach dem diese Frage für sie überraschend nicht erschien, hatte sie dort per Mail nachgefragt, was denn mit ihrer Frage an mich sei. Schriftliche Antwort: Sie müsse sich telefonisch melden. Dies hat Frau E. dann wohl auch getan. Dort wurde sie inquisitorisch gefragt, ob sie mich denn kennen würde oder mit mir verwandt sein. Erst als sie dies verneinte erklärte man sich bereit ihre Frage an mich durchzureichen. Diese Tatsache hat Frau E. zu recht, wie ich meine, als eine Frechheit empfunden.

Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn man  sieht, dass ich vor einigen Tagen angerufen wurde, ob ich denn nicht eine kostenpflichtige Erweiterung meines “Profils” auf Kandidatenwatch vornehmen wolle. Ich verneinte dies, weil mein Foto in dem Profil meines Erachtens nicht vonnöten ist, und ich darüberhinaus eine umfängliche eigene Homepage anbiete. Wenige Stunden später bekam ich dann die Frage eines Herrn N., warum ich dann nicht willens sei, für dieses tolle Forum, mal eben 100 € zu bezahlen. ( Im übrigen wird dabei immer gerne vergessen auf die Mwst. hinzuweisen, die auch ein Indiz für eine wirtschaftliche Tätigkeit darstellt.)

Ein Schelm wer dabei böses denkt. Ich sehe meine Pflicht weiterhin darin, Frage in diesem Forum möglichst zeitnah zu beantworten. Meinen Wahlkampf führe ich nicht dort, sondern da wo die Menschen in meinem Wahlkreis mich antreffen. Dies ist bei Kandidatenwatch nur ein klitzekleiner Bruchteil dessen, was täglich auf Veranstaltungen und Infoständen an Kontakten stattfindet.  Kandidatenwatch sollte sich vielleicht bewußt sein, dass es auch aus Steuergeldern co-finanziert wird.

Sollte es noch mehr Bürger geben, deren Frage nicht an mich weitergeleitet worden sind, können Sie diese gerne auch über meine Homepage stellen.

Gehaltsobergrenzen für Manager

In Zeit der knappen Kassen bei uns allen, kommt schon mal die eine oder andere “skurrile” Diskussion auf. Dieser Tage diskutiert die ganze Republik über die Notwendigkeit von gesetzlichen Obergrenzen für die Vorstandsvorsitzenden von großen Konzernen. Nun habe ich mich auch das eine oder andere Mal schon geärgert, wenn eine vermeintliche “Niete in Nadelstreifen” den Platz räumen muss und dafür den Abschied mit großen Beträgen versüßt bekommt. Hier sind meines Erachtens die Aufsichtsräte der AG gefordert, die vielleicht etwas weniger großzügig mit dem Geld der Aktionäre umgehen sollten. Für mich bekommt dieses Diskusssion aber dann eine “Schieflage”, wenn wir nur über die Topmanager deutscher Unternehmen reden.

Keiner, derjenigen die jetzt so vehement eine gesetzliche Obergrenze für Manager fordern, hat dies auch mal auf die Fußball-Bundesliga angewandt. Ich finde es mehr als eigenartig, wenn ein Fußball-Jungprofi im Jahr mehr verdient als die Bundeskanzlerin ( und zwar ein vielfaches mehr). Keiner regt sich darüber auf, dass Fußball-Trainer die entlassen werden und noch entsprechend lange Verträge habe, entweder große Abfindungen kassieren oder aber noch locker mehrere Jahre ihr sehr hohes Grundgehalt,(auch hier reden wir von mehr Geld, als jeder deutsche Minister verdient) weiterkassieren. Warum hinterfragt dies keiner? Klar, man würde keinen internationalen Top-Spieler oder Trainer in die Bundesliga locken, wenn es hier solche gesetzlichen Obergrenzen gäbe. Der Gedanke, dass dies vielleicht auf für die Top-Manager der internationalen Konzerne gelten könnte, scheint dabei nicht allzu vielen zu kommen.

Ich bin nur dann für gesetzliche Obergrenzen, wenn wir dies auch im Fußball einführen. Damit künftig ein 20 jähriger mit abgebrochener Schulausbildung für 1 Spiel pro Woche und 6 mal 2 Stunden Training, nicht mehr als das 4-fache der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland verdient.  Dann haben wir wieder ein Stück Gerechtigkeit in dieser Gesellschaft. Oder ?

Demonstrant zum Mieten

Die moderne Demokratie kommt künftig vielleicht garnicht mehr ohne ihn aus. Gemeint ist der Mietdemonstrant. Unter der Internetadresse www.erento.com können Sie den Mietdemonstranten für alle Fälle des politischen Lebens buchen. Das Zitat: ” Ich demonstriere für oder gegen alles was sie wollen”, sagt da schon viel aus.

Vielleicht wäre das ja etwas für das laufende Volksbegehren.

Unser Sauber(neu)mann

Vor wenigen Tagen konnte man den Vorsitzenden der SPD-Bürgerschaftsfraktion Michael Neumann beim traditionellen Neujahrsempfang der Bürgermeisters sehen, bei dem er ausweislich der Bildunterschrift dem Bürgermeister ein schönes neues Jahr wünscht und einen fairen Wahlkampf einfordert. Ein schönes Unterfangen- rein rhetorisch betrachtet.

Wenn es da nicht so eine Webseite gäbe, die ein Foto des ersten Bürgermeister zeigt, mit dem quer auf die Stirn gedruckt Hinweis “versagt”. Nun kann man über guten Geschmack streiten, und wenig Kollegen der Bürgerschaft würden dem Kollegen Neumann wirklich “guten Geschmack” vorwerfen, aber richtig grenzwertig wird es, wenn man dann nicht mal den Mut hat, sich zu dieser Webseite zu bekennen. Gemäß § 10 des Medienstaatsvertragsgesetzes muss eine Seite ein Impressum haben. D.h. man muss erkennen können, wer für diese Seite verantwortlich ist. Ansonsten drohen empfindliche Geldstrafen. Darüber berichtet heute die “Bild-Hamburg”. Interessanterweise findet sich heute dann mit einmal auch eine Impressum auf der Seite. Aha! Wer allerdings “google” beherrscht, der kann aus dem Speicher dieses Suchmaschine erfahren, dass bei der letzten Speicherung dieser Seite ( 05.01.2007 01.11.18 Uhr) kein Impressum vorhanden war.

Was für ein mutiger Krieger Herr Neumann doch ist!

Nachtrag: Inzwischen hat Herr Neumann die Seite ganz vom Netz genommen!

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