Ich habe mir den Abend des Schanzenfestes am 12.September selbst einmal „angetan“. Einige Dinge fand ich sehr bemerkenswert.
Es waren viel (!!!) mehr Krawall-Voyeure anwesend als Menschen, die irgendein Interesse an dem Fest als solchem hatten
Einen oder gar mehrere Polizisten habe ich den ganzen Abend nicht gesehen. Davon fühle ich mich total „provoziert“.
Ich habe unglaubliche viele Jugendliche gesehen, die im Alter zwischen 14-18 Jahre alt waren (aber auch ca. 12 jährige liefen da rum- was machen eigentliche deren Eltern?)
Der Alkoholpegel war sehr hoch. Bezeichnend, dass man echt Probleme hatte eine Cola zu bekommen, aber Bier wurde in Hülle und Fülle verkauft wurde
Die „ach so kommerzfreien Stände“ verkauften zum großen Teil denselben Müll wie er auf anderen Straßenfesten angeboten wird
Die angeblichen „privaten“ Gastronomiestände entpuppten sich zum großen Teil als die Betreiber der Gastro-Szene im Stadteil
Der Penny-Markt (hatte bis 22.00 Uhr auf) hat wahrscheinlich ein riesigen Umsatz gemacht. Dabei dachte ich, wenn man so alternativ sein will, kauft man nicht bei Multis. Aber der billige Sixpack oder der Tetrapack Wein ist eben nicht zu verachten.
Ich habe mich immer gefragt, warum die Haspa ihre Filiale an der Juliusstraße nicht auf gibt, da sie doch regelmäßig „geschleift“ wird. Jetzt weiß ich warum: Diese Filiale hat 3 (!) Geldautomaten. Vor diesen waren den ganzen Abend lange Warteschlangen. Cool, erst ziehe ich dort mein Geld für die nächste Astra-Knolle und dann mache ich den Laden platt. Es lebe der Kapitalismus. Vor allem mit Papi’s EC-Karte.
Es gab an dem Abend nur eine sehr überschaubare Menge von wirklichen Krawallmachern. Aus meiner Sicht vielleicht 200-300. Die waren echt enttäuscht, dass keine Polizei zum „Prügeln“ da war.
Die „schwarz gekleideten Pseudo-Autonomen“ beziehen Ihre Klamotten nicht im Second-Hand-Land, sondern eher in den feinen Boutiquen im EKZ Alstertal. Selten habe ich so viele „wohlstandsverwahrloste“ gesehen, wie an diesem Abend
Die Kissenschlacht fand ich witzig und originell. Von solchen Aktionen braucht das Schanzenfest mehr.
Alternatives Straßenfest, heißt vor allem, dass ich meinen Müll nach dem Flohmarkt einfach auf der Straße stehen lasse – cool! Bisher dachte ich, dass wäre einfach asozial gegenüber meinen Mitmenschen, jetzt weiß ich, dass ist alternativ. Ich glaube, dann bin ich doch lieber nicht alternativ!
Ich fand, dass war ein klasse Fest, aber warum kann man es nicht genauso anmelden, wie alle anderen auch?
Das Transparent „ Wir wollen keine runden Tische, sondern schwarze Blöcke!“ ist wahrscheinlich der größte Schwachsinn den ich seit langem gelesen habe.
Ich hoffe, das diejenigen die im nächsten Jahr wieder so ein buntes Fest feiern wollen, einen gemeinsamen Weg mit dem Bezirksamt finden werden.
13.9.2009 bei 13:25
Fast wäre es friedlich geblieben.
Die angereisten Hooligans konnten die Anwohner leider
nicht endgültig bändigen…… schade.
Die Autonomen sind bei den Anwohnern ebenso unbeliebt
wie die Atmoschnorrer……
Ich bin aber auch gegen eine Anmeldung… und auch
dagegen, dass die Parteien hier einrücken und sich profilieren.