Archive für März 2009

Kann man Blankenese stigmatisieren?


Am Wochenende findet sich im Hamburger Abendblatt ein Zitat von mir, bei dem mich ein Journalist bat die aktuellen Umfrageergebnisse zu kommentieren. Auf seine Frage, ob ich dies für eine Auswirkung der Einführung der Primarschule hielte, habe ich dies verneint, und darauf hingewiesen, dass ich die lautstarke Kritik an der Primarschule eher für die „Blankeneser Sicht“ der Dinge halte,

Zugeben ist diese Formulierung provokant, entspringt aber auch einer Vielzahl von Diskussionen, die ich mit vielen Bürgern in den vergangenen Wochen geführt habe.

 

Entgegen der „veröffentlichten Meinung“, habe ich ausgesprochen viel Zuspruch wahrgenommen für die geplante Einführung der Primarschule. Dort wo massiv Kritik geäußert wurde, betraf dies eher eine grundsätzliche Verweigerung des Reformbedarfes unseres Schulsystems.

Nun gebe ich zu, dass der Versuch dies regional zu zuordnen ein wenig polemisch ist. Müsste ich doch nach der „Flut“ von vollkommen „unabgesprochenen“ Mails, doch jetzt fairerweise, den einen oder anderen Stadtteil im Hamburger Norden ebenso nennen.

 

Eins wollte ich aber ganz bestimmt nicht, Blankenese als Stadtteil „stigmatisieren“, der keinerlei soziale Probleme hat.

Der mir gegenüber gelegentlich geäußert Beleg dafür, der Osdorfer Born sei ja auch ein Teil von Blankenese, ist dann aber wohl doch ein bisschen übertrieben.

 


Noch ein kleiner Nachtrag:

Nun habe ich oben schon angedeutet, dass mir die kleine “Flut” von Mails an mich, etwas eigenartig vorkam.

Nun kann die Funktion “Weiterleitung” in einer Mail schon mal sehr “entlarvend” sein. Offensichtlich gibt es eine Rundmail mit der Ansage: “

Bitte, machen auch Sie dem Politiker klar, dass es hier nicht um einen “Blankeneser” Protest geht.”

Nun habe ich inzwischen soviele Mails aus Blankenese erhalten, dass ich tief beeindruckt bin, wieviele Menschen aus Blankenese eigentlich in ihrem Herzen ganz woanders herkommen.

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