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4.3.2008 von VvV.
Wir alle ärgern uns häufig über die Deutsche Bundespost. Auch ich kann mich jetzt in den Reigen der besonders “Postgeschädigten” einreihen.
Letzte Woche erwartete ich eine dringende Briefsendung. Ich kam nach Hause und fand die berühmte blaue Karte vor, die mich informierte, dass leider meine Briefsendung zu groß für meinen Briefkasten sei, und ich mich bitteschön am nächsten Morgen im Postamt einfinden möchte, damit ich da diese “unbootmäßige” Briefsendung in Empfang nehmen könnte. Nun will ich mich gar nicht darüber aufregend, dass meine Briefträgerin es nicht für machbar gehalten hatte, diese Briefsendung vielleicht bei einem Nachbarn abzugeben, was aber dann passierte, war schon eine “dicke” Überraschung.
Am nächsten Morgen stand ich früh im Postamt und reihte mich in die endlosen Schlangen derer ein, die offenbar gerne mal ein “Pläuschchen” mit Schalterbeamten führen. Anders kann es nicht sein, dass man teilweise nach 20 Minuten immer noch die selben Leute an dem selben Schalten stehen sieht. Dann, endlich dran mit meinem Teil der morgendlichen Konversation, wurde mir schnell mitgeteilt, dass meine Briefsendung leider nicht auffindbar sei. Man würde sich gerne meine Telefonnummer aufschreiben, und mich dann schnellstens informieren, wo denn mein Brief sei. Es folgten dann einige Tage und meine ständige Rufbereitschaft wurde leider nicht belohnt. Ich stelle mich also wieder in den Debattierclub und war schon nach 15 Minuten an der Reihe, bei einer netten Dame, die mir, nach einem kurzen Suchvorgang, sagte, die Sendung wäre leider nicht da (was für eine Überraschung). Auf meine Entgegnung, dass könne doch langsam nicht mehr angehen ( ich gebe zu, ich bin immer noch der wahnwitzigen Vorstellung unterlegen, dass es sich bei der Post um ein Dienstleistungsunternehmen handelt) und ich würde gerne mal den Dienststellenleiter sprechen, wurde mir flugs entgegen gehalten: Das wäre jetzt um 13.00 Uhr leider zu spät, der sei schon weg. Meine Erwiderung, dass es so nun wirklich nicht ginge (ich muss zur meiner Entschuldigung anführen, dass ich schon immer ein wenig zur Naivität neigte), wurde seitens der netten Dame nachgelegt: Sie sei dafür gar nicht zuständig, da sie die Postbank sei. Nun habe ich mir eine Bank immer anders vorgestellt, dass gehört hier aber nicht hin. Im weiteren hat sie mir dann aber die Innovation schlechthin ans Herz gelegt. Im Vorraum der Filiale, befände sich ein Servicetelefon, dass könne ich ja benutzen. Nun ist es schwierig von einem Telefon eine Briefsendung ausgehändigt zu bekommen. Doch die Dame am Ende der Leitung versprach sich um dass Problem zu kümmern. Vielleicht sollte ich mir künftig gleich die Nummer geben lassen. Dann spare ich mir die Schlangen im “Post-Kaffee-Kränzchen”.
Meinen Brief habe ich übrigens immer noch nicht!
Das es auch anders geht, konnte ich kurz vor Weihnachten erleben. Wie immer hatte ich meine Weihnachtskarten zu spät geordert ( Weihnachten kommt aber auch jedes Jahr so überraschend). Damit ich noch vor dem 24. Dezember über diese Form der vorweihnachtlichen Kommunikation verfügen könnte, verlangte der Drucker eine Nachnahmesendung. Schweren Herzen stimmte ich, mangels ernsthafter Alternativen, zu. Natürlich kam es, wie es kommen musste: Der Fahrer von UPS war kurz vor mir im Büro und schon wieder weg.
Zerknirscht sah ich mich schon die Weihnachtsgrüße mit einer Entschuldigung versehen, warum sie dieses Jahr erst Ostern kommen würde, als Abends um 18.00 Uhr plötzlich ein junger Mann in meiner Bürotür stand und mir meine weihnachtlichen Kartenmotive aushändigte. Das wirklich überraschende war seine Begründung für diesen späten Besuch: Er wäre gerade vorbei gekommen und hätte noch Licht gesehen, da hätte er es noch mal probieren wollen. Ich gebe zu, ich war einen kurzen Moment sprachlos (das passiert mir eher selten). Es geht also doch…..vielleicht gibt es noch Hoffnung für die Servicewüste Deutschland.
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