Archive für Januar 2008

Kandidatenwatch

Heute erreicht mich eine Mail einer Bürgerin, die ich schon einer besonderen Erwähnung für notwendig halte.

Diese Frau E. hat mir auf dem o.e. Internetportal eine Frage gestellt. Nach dem diese Frage für sie überraschend nicht erschien, hatte sie dort per Mail nachgefragt, was denn mit ihrer Frage an mich sei. Schriftliche Antwort: Sie müsse sich telefonisch melden. Dies hat Frau E. dann wohl auch getan. Dort wurde sie inquisitorisch gefragt, ob sie mich denn kennen würde oder mit mir verwandt sein. Erst als sie dies verneinte erklärte man sich bereit ihre Frage an mich durchzureichen. Diese Tatsache hat Frau E. zu recht, wie ich meine, als eine Frechheit empfunden.

Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn man  sieht, dass ich vor einigen Tagen angerufen wurde, ob ich denn nicht eine kostenpflichtige Erweiterung meines “Profils” auf Kandidatenwatch vornehmen wolle. Ich verneinte dies, weil mein Foto in dem Profil meines Erachtens nicht vonnöten ist, und ich darüberhinaus eine umfängliche eigene Homepage anbiete. Wenige Stunden später bekam ich dann die Frage eines Herrn N., warum ich dann nicht willens sei, für dieses tolle Forum, mal eben 100 € zu bezahlen. ( Im übrigen wird dabei immer gerne vergessen auf die Mwst. hinzuweisen, die auch ein Indiz für eine wirtschaftliche Tätigkeit darstellt.)

Ein Schelm wer dabei böses denkt. Ich sehe meine Pflicht weiterhin darin, Frage in diesem Forum möglichst zeitnah zu beantworten. Meinen Wahlkampf führe ich nicht dort, sondern da wo die Menschen in meinem Wahlkreis mich antreffen. Dies ist bei Kandidatenwatch nur ein klitzekleiner Bruchteil dessen, was täglich auf Veranstaltungen und Infoständen an Kontakten stattfindet.  Kandidatenwatch sollte sich vielleicht bewußt sein, dass es auch aus Steuergeldern co-finanziert wird.

Sollte es noch mehr Bürger geben, deren Frage nicht an mich weitergeleitet worden sind, können Sie diese gerne auch über meine Homepage stellen.

9,6 Mio € Mehrkosten für die Wahl

Nun liegen die ersten Zahlen auf dem Tisch. Nach den derzeitigen Planungen müssen wir mit ca. 9,6 Mio € Mehrkosten rechnen bei der Durchführung der Wahlen nach dem neuen Wahlrecht. Nun bin ich grundsätzlich der Auffassung Demokratie muss uns das Geld auch wert sein. Dennoch stelle ich bei meinen Veranstaltungen immer wieder fest: Wenn die Frage nach den Kosten für das neue Wahlrecht kommt, herrscht bei den meisten blankes Entsetzen bis Ungläubigkeit. Dann folgen eine Reihe von Vorschlägen, was man alles sinnvolles mit diesem Geld anfangen könnte.

Mein Hinweis, dass diese Mehrkosten durch einen Volksentscheid entstanden sind, führt dann zu dem eigenartigen Effekt, dass ich jetzt nach 110 Veranstaltungen zum neuen Wahlrecht feststellen kann, eigentlich hat überhaupt keiner für dieses Wahlrecht gestimmt. Wie ungewöhnlich, haben doch nach Auszählung des Landesabstimmungsleiters immerhin 21,6 % der Hamburger für dieses neue Wahlrecht gestimmt.

Tja, so ist das mit der Demokratie manchmal: Hinterher ist es dann keiner gewesen, schade dass es dann noch nicht einmal die “Politiker” sind, die man verantwortlich machen kann, da dies eine Volksabstimmung war.

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